Zur Herstellung des barrierefreien Zugangs halten in Bad Salzuflen bisher alle Züge auf Gleis 1 am modernisierten Hausbahnsteig. Während Gleis 2 als durchgehendes Hauptgleis mit Streckenhöchstgeschwindigkeit befahren werden kann, erfolgt die Fahrt in / aus Gleis 1 über ablenkende Weichen mit maximal 60 km/h. Das kostet sämtliche Züge ca. 40 Sekunden Fahrzeit. Bei Zugbegegnungen ist eine gleichzeitige Einfahrt wegen fehlender Durchrutschwege nicht möglich, die Züge müssen also zeitraubend nacheinander einfahren.

Mit der Einführung der Hauptverkehrszeit-Linie RB 79 kommt es zu planmäßigen Zugkreuzungen in Bad Salzuflen, zugleich ist der Begegnungspunkt für die RB 79 nicht optimal, so dass zur Wahrung der Anschlüsse an die RE 82 in Lage zunächst auf den Halt in Schötmar oder Sylbach verzichtet werden müsste.

Wir schlagen vor, den Bahnhof Bad Salzuflen als quasi-Überleitstelle umzugestalten, und einen zweigleisigen Begegnungsabschnitt bis kurz vor Schötmar zu schaffen. In Bad Salzuflen selbst könnte das Gleis 3 entfallen, und der Bahnsteig 2 als barrierefreier Außenbahnsteig hergerichtet werden. Die nördliche Weiche von Gleis 1 zum Streckengleis sollte eine Abzweiggeschwindigkeit von 80 km/h aufweisen, um eine zügige Ausfahrt zu ermöglichen.

Nutzen: der Begegnungspunkt zwischen den Linien RB 72 und RB 79 könnte auf die freie Strecke zwischen Bad Salzuflen und Schötmar verlegt werden. Die dadurch erzielte Fahrplanlage ermöglicht der RB 79, in Schötmar und Sylbach zu halten, und dabei in Lage den Anschluss an die RE 82 zu erreichen. Zugleich werden RB 72 und RB 79 zeitlich voneinander entkoppelt, was die Fahrplanstabilität erhöht.

Die Fahrplantabelle zeigt die optimierte Fahrlage der RB 79 mit kürzerem Aufenthalt in Bad Salzuflen und nun auch mit Halt in Sylbach: